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Donnerstag, 19. September 2013

Corcyrus... Zusammenfassung mehrerer Tage Teil 2

Eigentlich wollte Raven ja noch am vergangenen Abend nach Lair aufbrechen, aber es wurde dann doch später als zunächst beabsichtigt. Er nahm sich also am frühen Morgen ein Schiff und reiste nach Lair. Das Dorf lag leer vor ihm, kaum ein Laut war zu hören. Keines der ihm bekannten Gesichter war zu sehen. Er ging zielstrebig zu seiner Hütte und traf dort auf Maja. Mit ihr packte er seine Habseligkeiten und schleppte sie samt Mobiliar zum Hafen zurück. Corin sammelt er bei den Tieren ein und zu dritt reisten sie zurück nach Corcyrus.
Dort angekommen half Talia beim Transport in das große Haus und machte sich ans Auspacken. Maja und Corin waren so aufgeregt und neugierig auf die Stadt, dass Raven sie loslaufen ließ. Talia packte die Kleidung aus und Raven baute ein paar der Möbel auf. Zu guter Letzt rollte er Corin's weiches Schlaffell vor dem Kamin aus und sah sich zufrieden um. Corin kam von seiner Besichtigung zurück und Maja hockte vor dem Hurtstall und liebkoste ihr liebstes Hurt Blacky.
Raven trifft auf Nóri und Elysa, Corin im Hintergrund
Raven hatte vorhin etwas durch die Bäume glitzern sehen und wollte wissen was das genau war. Er nahm Corin mit und entdeckte einen kleinen Schwimmteich mitten in der Stadt. Die Freude war groß, als er Nóri am See entdeckte und Corin freute sich noch mehr seinen Thrallkumpel zu erblicken. Nóri bat darum sich zurückziehen zu dürfen, er wollte sich das Dach an Raven's Haus ansehen. Es wäre wohl ein bisschen reparaturbedürftig. Raven stimmte zu und beschloss sich ein wenig in der Stadt umzusehen, außerdem interessierte ihn der Fortschritt an der Slavery. Es hingen inzwischen Spiegel an den Wänden. Die Käfige waren wahrscheinlich noch nicht fertiggestellt. Raven sah sich zufrieden um und verließ die Slavery wieder in Richtung Gasthaus. Dort saß Kamchak mit Sira, sie schienen etwas zu besprechen, denn sie waren ganz auf sich konzentriert.
Da entdeckte er Elysa, die hier und da einzelne Blätter auf dem Marktplatz aufsammelte. Raven wies sie an sich einen Besen zu holen und damit die Blätter zu beseitigen. Diese Kajira war ein freches Stück, denn sie meinte es gäbe keinen Besen, der zu ihrer Hautfarbe passte. Raven war das ziemlich egal, unwirsch gab er ihr zu verstehen, dass sich mit etwas Farbe das Problem lösen würde. Farbe würde auf Elysa's Haut sicher hervorragend haften. Sie trottete also los und begann mit einem Besen das Lauf aufzufegen.
Raven gesellte sich zu Kamchak, der inzwischen mit einer in grün gekleideten Lady auf der Veranda der Gaststube saß. Sie führte eine Kajira mit sich, für Raven's Geschmack keine sehr hübsche. Aber wozu musste die Sklavin eines Weibes auch hübsch sein? Wie er mitbekam, war sie auf der Suche nach diversen Heilerwaren. Corin horchte auf, er war schließlich Heilerhelfer und dazu noch ein richtig guter.
Raven stellte ihn kurz dem Administrator vor, damit dieser wusste wo der Thrall hingehörte. Corin erntete einen missbilligenden Blick von Kamchak, kniende Männer waren auch Gor nun mal nicht gern gesehen.
Raven mit der Heilerin in der Gaststube
Raven nannte nicht ohne Stolz die Ausbildungen: Bade- und Seidenkajirus, Heilerhelfer mit einer Ausbildung bei einem der anerkanntesten Heiler ganz Gors. Und er fügte an, dass Corin bereits mehr als nur einem Freien mit seinem Wissen das Leben gerettet hatte. Als ein weiteres Weib den Marktplatz betrat, entschuldigte sich Kamchak, stand auf und ging zu ihr. So blieb Raven bei der Heilerin zurück. Er bat sie ihre Liste an Heileruntensilien zu wiederholen, einen Teil hatte Raven aus Lair mitgebracht. Die Heilerin nannte ein paar Sachen und auf Raven's Frage hin nickte Corin. Einige der Sachen hatten sie in ausreichender Menge dabei. Er lief zum Haus und kam schon nach kurzer Zeit mit einem geschnürten Bündel wieder zurück. Für 10 Kupfer wechselten ein Beutel Baziblätter, eine Phiole Augentrost in Tropfenform, ein Beutel rotes Thassa und ein Beutel Teslik Wurzel den Beisitzer.

Zu vorgerückter Stunde verließ Raven das Gasthaus um zu Hause ein kleines Mittagsnickerchen zu machen.
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Erst am späten Nachmittag kroch Raven aus dem Bett. Als er nach unten kam, lungerte Mika auf dem großen Sofa. Er erzählte, dass er bei Jannah war, zum vermessen für die Westen mit Stadtwappen. Raven grinste, das Gespräch am Vorabend driftete recht schnell ins Schlüpfrige ab. Auf Raven's Grinsen hin winkte Mika ab und meinte, dass er seine Hose beim Vermessen anbehalten hatte. Allerdings musste er danach ins Badehaus um sich zu entspannen. Sein Blick verriet Raven, dass Mika ein Auge auf Jannah geworfen hatte, sie wie er selbst eines auf Dinah. Doch da Dinah die First des Administrators war, blieb sie für Raven wohl ein unerreichbares Ziel. Als die Hurts vor dem Haus in ihrem Stall unruhig mit den Hinterläufen klopften, wurde die beiden hellhörig. Die Hurts reagierten so nur, wenn sie aufgeregt sind und vor irgendetwas Angst haben.

Dinah wird von Raven und Mika zur Rede gestellt
Die beiden Männer standen abrupt auf und gingen nachsehen. Raven war überrascht, sie erwischten Dinah, wie sie gerade flüchten wollte. Nun da sie entdeckt war, stoppte sie und sank auf die Knie. Sie stellten sie zur Rede und nach ein paar Ausflüchten erklärte Dinah, dass sie neugierig war. Es hätte sie interessiert, ob das Haus der beiden bereits eingerichtet wäre. Raven runzelte die Stirn, dafür hätte sie doch nur anklopfen brauchen. Bereitwillig zeigten sie Dinah ihr Haus, dass nun vollends eingerichtet war. Als sie das Arbeitszimmer von Raven betrat, blieb Raven in der Tür stehen und lehnte sich locker gegen den Türrahmen. Er hatte ständig das Gefühl, dass Dinah vor ihm Angst hatte. Angeblich tat sie das nicht, aber Raven was sich sicher. Als er die Tür wieder frei gab, rannte Dinah fast aus dem Arbeitszimmer heraus. Er zeigte ihr noch den Raum mit den Sitzpolstern um den flachen Tisch und das Schlafzimmer. Als sie wieder nach unten kamen, dass Mika am Tisch und blätterte in einem Buch. Raven setzte sich dazu und klopfte auf einen Zipfel des Polsters, als Zeichen für Dinah. Ohne Zögern kniete sie neben ihm.
Dinah
Mika stand auf und entschuldigte sich. Er hätte seinen Dagger in der Schmiede liegen lassen und würde den nun holen wollen. Raven ließ sich von Dinah einen Paga servieren, was sie nach allen Regeln der Kunst tat. Anschließend kniete sie rechts neben Raven, so dass er sie in Augenschein nehmen konnte.
Raven wollte diese Kajira. Doch wusste er auch, dass er sie wohl nicht bekommen würde. Warum sollte der Administrator eine so gewandte und ausgebildete Kajira verkaufen wollen?
Raven forderte Dinah auf ein wenig von sich zu erzählen. Verwundert sah sie ihn an und erzählte in wenigen Sätzen wohl das, was sie jedem erzählen würde, wenn sie verloren ginge. Raven schmunzelte und betrachtete sie weiter. Je länger er das tat, umso heftiger wurde sein Wunsch sie besitzen zu können. Dinah erzählte, dass sie ein wenig Erdisch sprechen konnte, nachdem sie eine Barbarin traf und die ihr die Sprach beibrachte. Mit einem Grinsen fragte er sie auf Erdisch, worin sie denn ausgebildet sei. Sie staunte nicht schlecht, antwortete aber. Kochen, tanzen, lesen und schreiben könnte sie. Raven beschloss ihr von sich zu erzählen. Er bedeutete Dinah wieder zu sich auf das Polster zu kommen und trank einen Schluck seines Paga's.
Dinah lauscht Raven's Geschichte
Dinah legte sich hinter ihn, er konnte ihren warmen Körper an seinem Rücken spüren. Er begann von sich zu erzählen, wo er herkam, wie er auf Rosa traf als er Beschaffer war. Daher konnte er auch die Sprache der Barbaren. Dinah hing an seinen Lippen als er weiter erzählte, wie Rosa ihm gestohlen wurde und wie er sie in Hochburg im Voltai wiederfand. Als er Hochburg verlies, fand er Cel, die er an seine Kette nahm und lieben lernte. Sie fanden in Lair ein neues zu Hause und Raven erzählte weiter, wie er sie aus dem Kragen und zu seinem Weibe nahm. Er ließ auch nicht die Geschichte um ihre Entführung und seine Suche nach seinem Weib aus. Er erzählte wie Uldig sie fand und nach Hause brachte, wie er erfuhr was ihr alles widerfahren war und wie sie sich aufmachte um die ungewollte Frucht wieder loszuwerden. Bis zu dem Tag vor etwas mehr als einer Hand bangte Raven um sein Weib und nun war es für ihn gestorben. Dinah legte ihm kurz ihre Hand auf die Schulter und als Raven seine Wange auf die Hand legen wollte, war sie auch schon wieder weg.
Gerade als er etwas sagen wollte, wurde die Tür aufgestoßen und Mika kam zurück. Mit einem Teppich auf den Schultern und Jannah im Schlepptau. Mika breitete den ziemlich hellen Teppich zwischen Kamin und Sofa auf dem Boden aus und betrachtete das Werk. Die Mädchen warfen sich vieldeutige Blicke zu und Dinah drehte sich kurz wieder zu Raven. Sie beugte sich vor und hauchte ihm etwas ins Ohr, wobei ihre Wange seine streifte. Sie bedankte sich, dass Raven sie an seinem Schicksal teilhaben ließ.
Dann stand sie auf und ging mit Jannah, sie hatten noch einiges zu tun. Raven erhob sich ebenso und stellte den leeren Pagabecher auf den Tisch. Seufzend und in Gedanken ging er nach oben, legte sich in das große Bett und schlief in Gedanken bei der Kajira ein.

Nichts als Ärger...

OOC: Dieses Posting ist beim Versuch es zu bearbeiten wieder nach oben gerutscht... *grummelt*

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Corin war wieder da! Er war verschollen, seit er versuchte Anima nach dem Schlangenbiss zu retten. Niemand wusste wo er steckte, bis er aufgefunden wurde. Corin schleppte sich mit letzter Kraft wie es schien zum Dorf zurück. Schleunigst wurde er in die Heilerei gebracht, wo Umbra sich um ihn kümmerte. Wie Raven von Deigja erfuhr, hatte Corin versucht das Schlangengift aus Anima’s Bisswunde zu saugen. Dabei hatte er so viel von dem Gift aufgenommen, dass er zu fiebern begann und sich in eine Höhle schleppte, wo er besinnungslos zusammenbrach.
Raven rannte fast zur Heilerei, wo er seinen Jungen auffand. Er war noch ein wenig blass, aber sichtlich auf dem Weg der Besserung. Erleichtert schloss Raven seinen Jungen in die Arme und nahm ihn mit nach Hause. Dort angekommen wies Raven Deigja an, beiden etwas zu trinken und zu essen zu bringen. Raven trank wie immer seinen Paga und Corin bat um eine warme Milch mit Honig. Zudem brachte Deigja herrlich duftenden Boskbraten und frisches Brot mit an den Tisch vorm Haus.
Raven hatte einen Riesenhunger, er hatte die letzten Tage schließlich kaum etwas runter bekommen. Herzhaft biss er in den Braten, so dass ihm der Saft am Kinn herunterlief. Es schmeckte, und wie es Raven schmeckte! Er schlang das Mahl wie ein hungriger Larl runter. Erst als sein größter Hunger gestillt war, aß er langsamer weiter und ließ für Deigja reichlich auf dem Teller. Sie sollte sich auch sattessen.
Raven war froh, dass alles nun wieder seinen geregelten Weg zu gehen schien. Sein Junge war wieder da und Deigja kam immer besser auf Gor und mit ihrer Aufgabe als Bond klar. Bjalla gesellte sich zu Raven und seiner kleinen Familie und erkundigte sich sogleich nach Corin’s Befinden. Bis auf Schmerzen im Mund und noch leichtem Fieber ging es ihm wieder gut.
Deigja hatte nicht nur einen fantastischen Boskbraten zubereitet, sonder auch Beerenpudding gekocht. Raven war so überglücklich über die positive Wendung, dass er Corin, Deigja und auch Bjalla je eine Portion davon zugestand. Und er schmeckte köstlich! 
Bjalla begann derweil zu erzählen, wie es um sie stand. Sie fühlte sich noch nicht bei ihrem Jarl angekommen, sagte sie. Und genau das konnte Raven nicht verstehen. Nach alle dem was passierte, war es Prayer nicht zu verdenken, dass er Trost bei seiner fischen Gefährtin und nicht bei den Sklaven suchte. Dazu kam, dass Bjalla als Dritte an Prayer’s Kette kam und als Sklave überhaupt gar keine Ansprüche zu stellen hatte. Raven brummte sie an und Corin gab ihr deutlich seine Meinung zu verstehen, die sich mit Raven’s deckte.
Bjalla fühlte sich wohl falsch verstanden, jedenfalls verfielen sie und Corin in eine schon fast hitzige Diskussion, in Folge deren sie darum bat entlassen zu werden. Raven nickte und winkte sie weg. Corin schimpfte noch immer über Bjalla. Deigja stand wohl auf Bjalla’s Seite und Corin brummte vor sich her, dass Bjalla’s Jarl ihr mal einprügeln sollte, was sie ist. Das war wohl für Deigja zu viel, sie warf die leeren Puddingschalen um und rannte weg.
Raven kochte. Schon wieder lief Deigja weg, beim letzten Mal setzte es einen Satz Ohrfeigen. Hatte sie das schon wieder vergessen? Corin entschuldigte sich bei Raven, dieses Mal war Deigja wohl auf ihn sauer und nicht auf ihren Jarl. Das war Raven aber gleich. Ein Sklave hatte zu gehorchen, ganz einfach. Raven regte sich noch auf, als Corin sich auf die Suche nach Deigja begab. Innerhalb des Dorfes konnte sie nicht weit sein und dennoch konnte Corin sie nicht finden. Er kehrte zu Raven zurück, der noch immer wütend auf seine sture Bond vor sich her brummte. Was er nicht mitbekam, Deigja schlich sich zurück ins Haus. Raven mochte die Kleine, aber sie schaffte es immer wieder ihn zur Weißglut zu bringen.
Corin deutet auf’s Haus und Raven verstand. Hatte sich Deigja heimlich, still und leise zurück ins Haus gemacht. Er ging hinein und bekam nicht mit, wie Druna sich zu ihnen gesellte. Als er in seine Räume trat, lag Deigja zusammengerollt auf ihrem Fell vor dem Feuer. Laut genug, dass die Bewohner der Häuser im Umkreis alles mithören konnten, stellte er Deigja zur Rede. Sie hätte sich frisch machen wollen, sagte sie. Raven schnaubte, er hatte sie nicht entlassen und sie hatte auch nicht danach gefragt. Er beugte sich drohend vor und fuchtelte mit seiner Hand in Deigja’s Richtung. Er verbot ihr lautstark die nächsten drei Nächte im Haus zu schlafen. Vor dem Haus auf den alten Planken wäre dann ihr Lager, ohne wärmendes und weiches Fell.
Vor Wut zitternd machte er auf dem Absatz kehrt und ließ die Tür hinter sich mit einem lauten Knall ins Schloss fallen. Wutschnaubend ließ Raven sich auf sein Polster fallen. Corin sprang auf, er kannte seinen Jarl und Raven nickte, er wollte einen Paga im größten Becher des Hauses.
Es dauerte eine halbe Ewigkeit, Corin und sein allzu großes Herz kümmerten sich anscheinend um das ungehorsame Ding. Laut brüllend fragte er durch das offene Fenster ins Haus, ob Corin den Paga erst noch brauen müsste. Druna beobachtete derweil Raven ohne ein Wort von sich zu geben. Dann endlich brachte Corin ihm den Paga, in wenigen Schlucken trank Raven ihn leer. Im Augenwinkel sah er Deigja, wie sie hinter Corin schlich und sich dann um die umgeworfenen Schalen kümmerte. Natürlich sah sie den wütenden Blick und hatte es sehr eilig zurück ins Haus zu kommen.
Bjalla kehrte zurück und entschuldigte sich für ihr Verhalten vorhin und Raven zuckte nur mit den Schultern. Corin bat nach Deigja sehen zu dürfen und Raven winkte ihn weg. Druna rutschte näher zur Raven und bat ihn um eine Art Gefallen. Sie hätte wohl in den letzten Tagen an einem Tanz geübt und bat darum, Raven ihn vorzuführen. Sie hätte gern seine Meinung dazu gehört. Raven runzelte die Stirn, winkte dann aber mit seiner Hand und erlaubte Druna ihren Tanz. Bjalla begann Druna auf ihrer Flöte zu begleiten und beide gemeinsam schafften es, Raven’s Wut nach und nach verrauchen zu lassen. Er sah Druna zu und wippte zu Bjalla’s Musik mit dem Fuß.
 
Corin tauchte wieder auf, Deigja im Schlepptau. Raven ignorierte sie und sah wieder auf die tanzende Druna, die ihm keck schöne Augen machte. Er klopfte mit der einen Hand einen passenden Takt auf seinem Schenkel und ließ seine Bond links liegen. Als Druna ihren Tanz beendete und damit Raven’s Gemüt besänftigt hatte, applaudierte er begeistert. Der Tanz und das Flötenspiel hatten ihm gefallen und er lobte beide Bonds.
 
 Deigja kam langsam auf Raven zu und sankt mit demütig gesenktem Kopf vor ihm auf die Knie. Er sah sie regungslos an, als sie sich reumütig bei ihm entschuldigte. Raven beugte sich so weit vor, dass sein Gesicht nah an dem von Deigja war und sie ganz sicher seinen warmen Atem auf ihrer Haut spürte. So verharrte er und sah seine Bond an, er nickte als Bestätigung für ihre Entschuldigung. Deigja bat daraum sich schlafen legen zu dürfen und Raven deutete auf eine Stelle nahe der Tür, denn dort würde sie die nächsten drei Nächte verbringen.
 
 

Dann bat Corin ums Wort. Er bat um Erlaubnis neben Deigja liegen zu dürfen, seiner Meinung nach war sie wegen ihm weggelaufen. Ihn würde die Schuld treffen und außerdem könnte ja jemand des nachts Deigja rauben. Raven drehte seinen Kopf ruckartig zu Corin. Er konnte nicht glauben um was sein Junge ihn bat. Wieder wallte die Wut in ihm auf und er sagte seinem Jungen, dass er dann gern auch draußen schlafen könne, allerdings auf der anderen Seite der Veranda vor Mika’s Tür.
Mit deutlichem Sarkasmus in der Stimme fragte er, ob jemand noch einen Wunsch hätte, den Raven erfüllen konnte. Bjalla und Druna senkten ihre Häupter und schüttelten sie verneinend. Von seinem Jungen hatte er alles erwartet, nur nicht das. Er schickte die Bonds weg und begab sich ins Haus. Corin warf er noch ein Fell zu, denn mit seinem Fieber wäre eine Nacht im Freien ohne Wärme nicht gut gewesen. Doch Deigja ließ er so da liegen, wie sie war.

Dienstag, 3. September 2013

Laienschauspiel

Raven stieß die Tür zur Longhall auf. Da er am Feuer niemanden vorgefunden hatte, ging er eben hierher. Er fand Uldig mit Corin und Nori vor, die scheinbar angeregt scherzten. Uldig begrüßte Raven sehr herzlich. Raven mochte diesen Mann, er war innerhalb kürzester Zeit einer seiner besten Freunde geworden. Er setzte sich zu dem Kurier auf eine der Bänke und ließ sich von Corin Ka La Na und einen Hurtbraten bringen.
Uldig erkundigte sich, was es im Dorf neues gäbe und Raven berichtete ihm von Mordecai und seiner Zukünftigen und auch von Prayer und seiner erwachsenen Tochter. Uldig zeigte sich sichtlich erstaunt über beide Neuigkeiten, so wie Raven ebenso darüber überrascht gewesen war. Und dann erzählte Raven von dem Deal, den Corin ihm übermittelt hatte.
Gerade als sie anzüglich über die Jägerinnen sprachen, tauchte Moira in der Hall auf. Corin eilte zu ihr und bat sie vor die Hall. Er hätte ihr etwas Wichtiges mitzuteilen. Raven wunderte sich zwar, sagte aber nichts weiter dazu. Er konzentrierte sich auf das köstliche Essen, das Corin ihm kredenzt hatte. Uldig erkundigte sich nach Moira, er hätte sie noch nie gesehen. Raven erklärte ihm, dass es sich hier um die besagte Zukünftige des Berserkers handelte.
Der Kurier fragte dann nach dem Stand der Suche nach Rayna und Raven seufzte. Er hatte es natürlich noch nicht geschafft aufzubrechen und seine Suche fortzusetzen. Er wollte unbedingt den Hinweisen nachgehen, die er bei seiner letzten Reise bekommen hatte. Raven erzählte von Mika’s Vision an dem Abend, als sie zu dritt auf dem Runenberg waren und die Bluse von Rayna verschwand. Freyas Zorn, das waren Mika’s Worte und Uldig erinnerte sich daran. Corin, der inzwischen wieder neben Raven kniete, bat um das Wort. Er hätte von einer Gruppe Panthermädchen gehört, die sich den Namen „Freyas Zorn“ gegeben haben. Der Kreis schloss sich. Rayna brach auf um bei einer Schamanin der Wilden Hilfe zu finden. Raven wurde berichtet, dass Rayna in Kleidern eines Panthermädchens gesehen wurde. Und nun das! Es zeichnete sich nach und nach ein Bild, das Raven so gar nicht gefiel.
Dieses junge Weib Moira mischte sich ein, es gäbe im Norden keine Panthermädchen. Corin belehrte sie eines besseren, denn im Norden gab es sie tatsächlich, lediglich im Süden nannte man sie Taluna’s. Raven dachte angestrengt nach. Was, wenn Rayna sich auf dem Rückweg befand und das verlassene Lair auffand? Sie wusste doch gar nichts davon, dass die Bewohner umgesiedelt sind.
Raven trug Corin auf sich nach dem Aufenthaltsort der Panthermädchen umzuhören und Uldig bot sich an, selbiges auf seinen Reisen zu tun. Es war nicht nur wichtig, dass Raven wusste wo er hin musste. Wichtiger war, dass man wusste wo er zu finden war, wenn er nicht binnen einer bestimmten Frist ins Dorf zurück kehrte. Wenn diese Weiber tatsächlich den Kerlen so negativ gegenüberstehen, würde er alle Hilfe brauchen um wieder heil nach Hause zu kommen. Mika wusste zwar von Raven’s Vorhaben, aber auch der könnte allein wohl nicht viel ausrichten.
Raven bekam in seinen Überlegungen gar nicht mit, dass Moira ihn bat ihn begleiten zu dürfen. Uldig wies das Weib zurecht, dass der Ort wohl kaum der rechte Aufenthaltsort für sie wäre. Da erst reagierte Raven, er hatte wenig Bedarf daran sich mit seinem Berserker anzulegen. Moira nahm das als Anlass über ihren zukünftigen Gefährten herzuziehen. Sie moserte über sein hohes Alter und da wurde es Raven zu bunt. Wie konnte sie nur so schlecht über einen seiner Freunde sprechen?! Raven war dabei, als Mordecai sich allein einem Kur stellte, ihn in Schach hielt und ihn dermaßen verletzte, dass dieser flüchtete. Selten hatte er einen auch nur ansatzweise so mutigen Krieger erlebt. Wenn dieses Weib das von Raven wäre, hätte er sie längst ausgeknüpft. Und so wie sie sich hier gab, war es nicht verwunderlich, warum der Dorfjarl sie ganz offensichtlich loswerden wollte. Moira redete sich um Kopf und Kragen und Uldig äußerte seine Idee, an Mordecai’s Stelle Moira in einen Kragen zu stecken und sie als Münzmädchen am Hafen auszustellen. Zu Raven’s Erstaunen forderte Uldig Corin auf, einen besoffenen Matrosen zu mimen.
Corin war scheinbar Feuer und Flamme und sah kurz seinen Jarl an, der ihm zunickte. Raven wollte das selbst auch sehen. Corin stand auf und ging grinsend aus der Hall. Nach ein paar Ihn stieß er rumpelnd die Türe wieder auf und schwankte in die Hall zurück. Zu Raven’s Belustigung rülpste Corin laut und torkelte in Moira’s Richtung, die auf ihrem Platz immer kleiner wurde.
Corin macht sich bei Moira beliebt
Uldig und Raven spielten das Spiel mit und grüßten Corin mit einem „Tal Seemann“, Corin selbst rutschte fast auf Moira’s Schoß und verlangte mit einem wirklich dümmlichen Grinsen nach einem Paga. Raven konnte nicht an sich halten und schlug lachend mit der flachen Hand auf den Tisch. Moira wurde aschfahl und rutschte von Corin weg und damit näher an Raven heran. Dieser schob sie wieder von sich weg, auf seinem Schoß war schließlich kein Platz.
Uldig begleitete Corin’s bühnenreife Vorstellung mit einer widerlich bildhaften Erklärung. Moira sollte sich vorstellen, dass dem „Seemann“ noch das Essen der letzten drei Hände im Bart hängt, wie sehr sein Atem doch nach Paga roch und wie gelb seine Zahnstümpfe seien. Sie sei nun ein Münzmädchen, weil ihr Zukünftiger von ihrem schlechten Gerede über ihn erfahren hatte. Er fragte sie, ob sie sich ansatzweise den Geruch vorstellen kann, wenn dieser „Seemann“ seinen Schwanz für ein paar wenige Tarskbit in ihren Rachen rammt? Das war für Moira dann scheinbar zu viel. Raven und Uldig lachten ausgelassen, als Moira aus der Hall stürmte, als wäre ein Rudel Kurii hinter ihr her.
Corin sah stolz über seine Schauspielleistung aus und die beiden Jarls applaudierten auf goreanische Art. Das Gespräch kam irgendwann, als sich alle wieder beruhigt hatten, wieder auf die Jägerinnen und den Honighandel zu sprechen. 
Die drei in angeregter Unterhaltung
Es sollte ja ein böser Krieger sein, der sich über die aufmüpfige Jägerin hermachen sollte. Uldig meinte belustigt, dass das Corin übernehmen kann, er würde sicher einen tollen bösen Krieger abgeben. Raven fand die Idee gar nicht so schlecht und stupste Corin an. Er sollte das mal vorführen wie eben den besoffenen Matrosen. Uldig kam auf die glorreiche Idee, dass Raven dann das Weib spielen sollte. Raven grinste seinen Freund breit an und meinte, dass diesen Part besser der Kurier übernehmen sollte. Raven musste schließlich wissen was auf ihn zukäme, wenn er sich zu der Gruppe Panthermädchen aufmachen würde.
Uldig’s Begeisterung hielt sich in Grenzen, aber zähneknirschend erklärte er sich dann doch bereit. Er entschuldigte sich für einen Moment und ging aus der Hall, Raven sah ihm fragend nach. Corin positionierte sich an einer der Wände und lehnte sich mit verschränkten Armen dagegen. Es dauerte eine Weile und  die Tür der Hall wurde vorsichtig aufgestoßen, ein rosafarbenes langes Gewand wurde sichtbar und dann der Kurier, der in diesem Gewand steckte. Raven konnte sich vor Lachen kaum auf der Bank halten und krächzte ein „Tal Weib“ in Uldig’s Richtung. Dieser versuchte sich möglichst anmutig auf die Bank gegenüber von Raven gleiten zu lassen. Corin musterte in seiner Rolle als böser Krieger das „Weib“ und schlenderte langsam in ihre Richtung. Das „Weib“ stellte sich als „Uldine“ vor und Raven nannte eben seinen Namen.
Corin geht auf "Tuchfühlung"
Corin stellte sich hinter „Uldine“ und griff „ihr“ ins Haar. Er versprach für sich und den Slaver eine Menge Spaß an diesem Abend. Raven genoss die gelöste Stimmung unter den dreien und war erstaunt, wie gut Corin schauspielern konnte. Ihm war anzumerken, dass er um Beherrschung rang.
 
Die Männer konnten nicht mehr, lachend brachen sie zusammen und ließen den Abend gut gelaunt bei Paga und Met ausklingen.
 
 
 
OOC: Toller Abend. Obwohl es mir dank meines Schnupfens nicht sonderlich gut ging, hat das Gaudi-RP (so nenne ich es jetzt mal) Spaß gemacht und hat mich zum einen oder anderen breiten Grinsen gebracht. Dank auch an Moira, die es an dem Abend nicht leicht mit den Kerlen hatte! ;-)